Yoga bei schlechtem Wetter gegen den Winterblues

Schau mal kurz aus dem Fenster.

Wenn du in Deutschland lebst, siehst du wahrscheinlich gerade eine Wand aus fünfzig verschiedenen Grautönen. Es ist dieses fiese Wetter, das nicht mal den Anstand hat, ein echtes Unwetter zu sein. Es ist einfach nur nass, kalt und kriecht dir langsam in die Seele.

Seien wir ehrlich: Bei diesem Wetter sich zu bewegen, fühlt sich an wie ein Verbrechen gegen die eigene Biologie.

Die zwölfte Rauhnacht: Der heilige Abschluss – Wenn sich der Kreis schließt

Wir sind am Ziel angekommen. Die Reise durch die zwölf heiligen Nächte findet heute ihr Finale. Die 12. Rauhnacht, die Nacht vom 1. auf den 2. Januar, ist das Tor, durch das wir endgültig in den Alltag des neuen Jahres treten. Sie korrespondiert mit dem Monat Dezember – dem Monat der Ankunft und des Lichts in der tiefsten Dunkelheit.

Es ist mir wichtig, heute einen Blick zurück auf die Wurzeln dieses Brauchtums zu werfen. In der modernen Spiritualität werden oft viele verschiedene Zählweisen vermischt, doch nach der ursprünglichen Tradition ist dies die letzte der Rauhnächte. Bevor die Kirche diese Zeit adaptierte und den Fokus auf den 6. Januar (Erscheinung des Herrn) verschob, endete der magische Zyklus der „Zeit zwischen den Jahren“ genau hier. Es ist die Nacht vor dem offiziellen Ende der Weihnachtszeit im alten Sinne, bevor der Alltag wieder vollständig einkehrt.

Die elfte Rauhnacht: Neujahrs-Weissagungen – Die Zeichen des ersten Tages

Die Welt ist still geworden. Während die Reste des Feuerwerks langsam verrauchen und das neue Jahr seine ersten Atemzüge macht, befinden wir uns mitten in der 11. Rauhnacht (31. Dezember auf den 1. Januar). Diese Nacht ist eine der hellsichtigsten Zeiten im gesamten Zyklus. Sie korrespondiert mit dem Monat November.

Der November wird oft als grau und schwer empfunden, doch in der geistigen Welt ist er der Monat der Visionen und der tiefen Verbindung zu unseren Ahnen. Es ist die Zeit des Nebels, in der die Grenzen zwischen den Welten besonders dünn sind. In dieser 11. Rauhnacht geht es darum, genau hinzusehen: Welche Zeichen erhälst du für das kommende Jahr?

Die zehnte Rauhnacht: Wie wir uns und unsere Liebsten wirklich segnen

Silvester hat diesen ganz eigenen Beigeschmack: Während draußen die Welt mit Böllern und Sekt den lauten Umbruch probt, fühlen wir uns im Inneren oft seltsam unruhig. Da mischt sich die Wehmut über das, was unwiederbringlich geht, mit einer nervösen Vorfreude auf das Unbekannte. Wir stehen an einer Schwelle, die sich nicht einfach wegfeiern lässt.

In der Tradition der Rauhnächte markiert die 10. Rauhnacht (die Nacht vom 30. auf den 31. Dezember) den Übergang in den Silvestertag. Sie steht für den Monat Oktober – jene Zeit, in der die Natur sich radikal zurückzieht und wir uns instinktiv nach Schutz und Geborgenheit sehnen. Ich lade dich ein, diesen Schwellenmoment heute Nacht nicht als bloße Party zu sehen, sondern als einen heiligen Raum für dich und deine Herzensmenschen.

Die neunte Rauhnacht: Beziehungen klären – Heilung für dich und dein Umfeld

Wir sind bereits tief in der zweiten Hälfte der Rauhnächte angekommen. Die Energie verändert sich spürbar: Nach der kraftvollen Manifestation der letzten Nacht wenden wir uns heute einem der wichtigsten, aber oft auch herausforderndsten Themen unseres Lebens zu – unseren Beziehungen.

Die 9. Rauhnacht (vom 29. auf den 30. Dezember) korrespondiert mit dem Monat September. Im September beginnt der Herbst. Die Natur zieht sich langsam zurück, die Blätter färben sich, und es ist die Zeit der Weinlese. Energetisch geht es im September um die Balance – wir feiern die Tag-und-Nacht-Gleiche. Es ist der perfekte Moment, um Inventur in unserem sozialen Gefüge zu machen: Was darf bleiben? Was darf geheilt werden? Und was müssen wir loslassen, um im Gleichgewicht zu bleiben?

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